1.Swin Golf Club-Westenholz

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1.Swin Golf Club Westenholz
 

Deutsche Meisterschaft 2007 in Paulushofen               

Deutsche Meisterschaften in Paulushofen (Altmühltal)          Ergebnisse HIER

Paulushofen. Das regnerische, kalte Wetter im Paderbornern Land nutzte der 1. Swin-Golf-Club (SGC) Westenholz am letzten Wochenende im Juli dazu, um bei sehr warmen und sonnigen Wetter in Paulushofen (Bayern, Altmühltal) bei der Deutsche Swin-Golf-Meisterschaft mitzuwirken. Nur der unangenehme böige Wind wahr für die Spieler ein störendes Handicap. In Deutschland gibt es z.Z. 18 Swin-Golf-Anlagen. Leider haben sich bisher nur sechs Clubs gebildet. Die Spieler aus Paulushofen, Bad Harzburg, Lindau und Westenholz waren als Favoriten angetreten.

Am Freitag gegen 02:00 Uhr begab sich der 1. SGC Westenholz auf den Weg nach Paulushofen und bezog gegen 09:00 Uhr ihre erstklassigen Quartiere. Bei sonnigen 30 Grad wurde die Veranstaltung am Freitag Mittag mit einem Festzug durch den Ort begonnen. Nachdem die Reden gehalten waren gab der Ortsseelsorger Pater Christoph zu guter Letzt zum besten, dass gerade der Swin-Golf ein „Vorgeschmack auf die himmlischen Freuden“ sei.

Nachdem Landrat Bittl mit Hilfe einer Feuerwehrleiter das zehn Meter hohe „Swin-Feuer“ entzündet hatte war das Tournier offiziell eröffnet.

„Der Favorit ist eindeutig Westenholz“, stellte Josef Gerneth, Vorsitztender des Deutschen Dachverbandes und Betreiber der Paulushofer Anlage, fest. Aber unser Team aus Paulushofen wird sicherlich versuchen, den Heimvorteil zu nützen.“

Die Anlage war in einem beispiellosen zustand. Das Gras auf den Fireways hatte Golfqualität. Die Organisation der Veranstaltung war vom Feinsten. Es gab ausreichend Bänke und Tische, die zum Verweilen oder zum gemeinsamen Plausch einluden. Für eventuellen Regen und für die Abende wurde auch ein geräumiges Zelt angeboten. Im Küchenzelt gab es für das leibliche Wohl eine vorzügliche Bewirtung mit Würstchen, Rollbraten, Steaks und sogar einem Spanferkel, wozu Krautsalat und der typische bayrische Kartoffelsalat gereicht wurden. An den zwei Abenden wurde zünftige  Akkordeonmusik dargeboten und ein Kleinkünstler trat mit seiner Feuershow auf. „Man kann festhalten, dass Paulushofen die Nummer Eins in der Organisation ist, da kann sonst keiner mithalten!“ mein Oliver Duhme, Kassenwart vom 1 SGC Westenholz.

Der Gesprächsstoff ging zu keinem Ende aus, da sich fast alle Golfsportler von anderen Veranstaltungen kannten und sich auf ein Wiedersehen freuten. Ausgiebig wurden die einzelnen Bahnen der Neun-Loch-Anlage besprochen. Aufgebrachte Baumstämme, Erdhügel, Bunker und spezielle „Aus“-Flächen wurden diskutiert, da sie oft in unbequemer Schlagweite installiert waren. Es wurde schnell festgestellt, dass die gesamte Strecke nicht einfach zu spielen war.

Gestartet wurde in vierer Gruppen in zehnminütigem Abstand, wobei darauf geachtet wurde, dass die Spielergruppen gemischt waren und mit keinem Verein doppelt besetzt war. Dieses Mischung förderte das gegenseitige kennen lernen.

Nicht die Hindernisse auf den Fireways war im Spielverlauf das Problem sondern der böige Wind das größte Handicap. Eben dieser trieb den windempfindlichen Ball immer wieder ins Aus. Selbst die Spieler-Asse standen immer wieder kopfschütteln am Abschlag und fragten sich wo denn der Ball hinwolle, der doch letztlich einen anderen Richtungsauftrag bekommen hätte.

Es wurden fünf Wertungen jeweils für Frauen und Männer gespielt: Kinder (bis 14 Jahre), Hoffnungsträger (15 – 18 J.), Erwachsenen (18 – 59 J.) und Senioren (ab 60 J.). Die ca. 90 gemeldeten Spieler mussten an allen Tagen vier Mal die Neun-Loch-Anlage bespielen. Die Spielleitung gab an den Abenden keine Zwischenergebnisse bekannt, was zuerst für Unmut, aber letztlich für zusätzliche Spannung sorgte. An den Abenden wurden dann untereinander die Ergebnisse der Spitzenspieler errechnet, verglichen und besprochen. Es kursierten die wildesten Gerüchte durch die Bänke, wer wohl obenauf war. Am Abend des zweiten Tages stand dann wohl schon fest, das Christian Regett vom 1. SGC Westenholz unaufholbar an der Spitze der Kinderwertung lag und dann auch Deutscher Meister in dieser Wertung wurde, gefolgt von Toben Hase, Bad Harzburg und Timo Ebbensmeier, Westenholz. Bei den Mädchen in der Kinderwertung belegte Claudia Gerneth vor Antonelle Ambro beide Paulushofen die ersten Plätze, dritte wurde Josefine Kleiber aus Bad Harzburg. Auch war nicht zu übersehen, dass Steffani Meiwes in der Gruppe der Hoffnungsträger den Meistertitel souverän erreichen würde.

Bei den Jungen der Hoffnungsträger belegte Maximilian Waffler vor Vereinskollege Raffael Gietl, Paulushofen, die Siegerplätze, den dritten Platz belegte Denis Braun aus Lindau. In der Gruppe der Frauen kam es dann zu einem erbitterten clubinternen Kampf des 1 SGC Westenholz. Den Deutschen Meistertitel 2007 holte sich Marina Stollmeier. Um den zweiten und dritten Platz mussten die Schwestern Petra Polischuk und Margarete Hane sich noch ein Stechen liefern, welches Petra Polischuk für sich entscheiden konnte. Alle drei Spielerinnen sind vom 1 SGC Westenholz. Bei den Herren war das Ergebnis ebenso knapp. Jürgen Erdbories setzte sich in einem Stechen gegen Bernfried Ebbesmeier durch (beide 1. SGC Westenholz). Den dritten Platz belegte Fritz Braun, Paulushofen.

Die Sensation gelang Heinz Baxmeier (1. SCG Westenholz) bei den Senioren. Unauffällig aber mit sicherem Können bewies er seine Form. Mit seiner Art: Schlag für Schlag, kurz gepeilt und dann gespielt erklomm er das oberste Treppchen und wurde erster Deutscher Meister der über 60jährigen, worauf die ganze Mannschaft aus Westenholz stolz war. Aber auch Florian Florek (1. SGC Westenholz) war in guter Ausgangslage auf den zweiten Platz gekommen, gefolgt von Reinhard Philipps, Lindau.

Die Krönung der Veranstaltung war der Mannschaftswettbewerb. Aufgrund der Nachrichtensperre der Spielleitung gab es eine große Unsicherheit über die Spielstärken der angetretenen Mannschaften. Letztlich hat sich der 1. SGC Westenholz mit 774 Schlägen vor dem SGC Paulushofen mit 776 S. durchsetzen können. Bad Harzburg belegte den dritten Platz mit 796 S.

Somit konnte der 1. SGC Westenholz von den 21 ausgeschriebenen Wertungen zwölf Preise mit nach Hause nehmen. Entsprechen fröhlich und heiter war die Heimfahrt nach Westenholz, wo die Mannschaft gegen 23:00 Uhr sehnsüchtig erwartet wurde. Mit dem Lied „We are the Champions“, dass laut über die Dächer von Westenholz hinweg hallte, wurden die erfolgreichen Spieler empfangen. „Nachträglich bitten wir die Westenholzer um Entschuldigung, wenn sie von dem Lied aus dem Schlaf gerissen wurde,“ meinte der zweite Vorsitzende Andreas Kückmann, „aber der 1 SGC Westenholz ist nun wer in Deutschland!“

Artikel von Norbert Peitz 1. SGC Westenholz

Norbert.Peitz@t-online.de

Mannschaft            Ergebnisse HIER

Von oben links Oliver Duhme, Ralf Zehles, Jürgen Erdboris, Andreas Kückmann, Norbert Peitz, Heike Duhme, Alexander Settertobulte, Johannes Stüker, Berthold Regett, Christigan Regett, Stefani Meiwes, Petra Polischuk, Tomo Ebbesmeier, Petra Zehles, Marina Stollmeier, Hildegard Regett, Magret Hane, Heinz Baxmeier, Bernfried Ebbesmeier, Bernhard Rheinheimer, Stiven Zaremba, Marcel Meiwes, Andre Meiwes

 

Senioren

Florian Florek (fehlt), Heinz Baxmeier (beide 1. SGC Westenholz), Karl Rosin(Paulushofen) Reinhard Philipps (Lindau)

 

Frauen

Petra Polischuk, Marina Stollmeier, Margret Hane (alle 1. SGC Westenholz)

 

Kinder

Toben Hase (Krodoland), Christian Regett, Timo Ebbesmeier (beide 1. SGC Westenholz)

 

Ergebnisse HIER

 

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